Bedeutung von Dunkelfelddelikten für episodische und fortgesetzte Delinquenz

KrimZ: Im Rahmen einer prospektiven Längsschnittstudie nach dem Zufallsprinzip ausgewählter, 1970 geborener und 1978 in Mannheim lebender Kinder (n = 321, Alter 8-25 Jahre) wurde zunächst untersucht, welchen Überschneidungsbereich Hellfeld- und Dunkelfelddelikte im Jugendlichen- und jungen Erwac...

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Autori principali: Schmidt, Martin H. (Autore) , Lay, Barbara (Autore) , Esser, Günter (Autore) , Ihle, Wolfgang (Autore)
Natura: Article (Journal)
Lingua:tedesco
Pubblicazione: 2001
In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform
Year: 2001, Volume: 84, Fascicolo: 1, Pages: 25-36
ISSN:0026-9301
Accesso online: Testo
Note sull'autore:Martin H. Schmidt, Barbara Lay, Günter Esser, Wolfgang Ihle
Descrizione
Riassunto:KrimZ: Im Rahmen einer prospektiven Längsschnittstudie nach dem Zufallsprinzip ausgewählter, 1970 geborener und 1978 in Mannheim lebender Kinder (n = 321, Alter 8-25 Jahre) wurde zunächst untersucht, welchen Überschneidungsbereich Hellfeld- und Dunkelfelddelikte im Jugendlichen- und jungen Erwachsenenalter zeigen und welche Bedeutung Dunkelfelddelikten in Bezug auf die Prognose der weiteren Delinquenzentwicklung (episodisch/fortgesetzt) zukommt. Die Probanden wurden im Alter von 8, 13 und 18 Jahren sowie zuletzt im Alter von 25 Jahren befragt. Die Ergebnisse beleuchten das Ausmaß der Delinquenzbelastung in unterschiedlichen Dunkelfeldern im Alter von 18 und 25 Jahren und lassen eine häufigere polytrope Straffälligkeit bei gerichtlich bestraften Delinquenten, verglichen mit Jugendlichen ohne registrierte Straftaten, erkennen. Insgesamt zeigen bei längsschnittlicher Betrachtung nur wenige Probanden fortgesetzt bis ins junge Erwachsenenalter delinquentes Verhalten. Allerdings lassen die Ergebnisse, je nachdem ob die Delinquenzentwicklung auf der Basis von Hellfelddelikten oder unter Berücksichtigung von Dunkelfelddelikten betrachtet wird, auf unterschiedliche "Ausstiegs"-Wahrscheinlichkeiten schließen: Legt man die Angaben selbstberichteter Delinquenz zugrunde, so ergibt sich ein deutlich höheres Risiko fortgesetzter Delinquenz, als dies auf der Basis von Hellfelddelikten zu erwarten wäre, während episodische, auf das Jugendalter beschränkte Delinquenzverläufe bei Berücksichtigung von Dunkelfelddelikten deutlich weniger häufig vorkommen. - (Zeitschrift/KrimZ)
ISSN:0026-9301