Risikomodifikation durch Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel bei diabetischen Augenerkrankungen

Eine Diabetes-gerechte Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil des Diabetesmanagements. Systematische Übersichtsarbeiten zum Einfluss der Ernährung auf die diabetische Retinopathie (DR) legen nahe, dass die Ernährung auch hier eine wichtige Rolle bei der Risikominderung spielt. Mediterrane Er...

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Main Authors: Chronopoulos, Argyrios (Author) , Garzone, Davide (Author) , Finger, Robert P. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 23 October 2025
In: Die Ophthalmologie
Year: 2025, Volume: 122, Issue: 11, Pages: 880-887
ISSN:2731-7218
DOI:10.1007/s00347-025-02328-1
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00347-025-02328-1
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Author Notes:Argyrios Chronopoulos, Davide Garzone, Robert P. Finger
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Summary:Eine Diabetes-gerechte Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil des Diabetesmanagements. Systematische Übersichtsarbeiten zum Einfluss der Ernährung auf die diabetische Retinopathie (DR) legen nahe, dass die Ernährung auch hier eine wichtige Rolle bei der Risikominderung spielt. Mediterrane Ernährung, ein hoher Obst‑, Gemüse- und Fischkonsum sowie eine reduzierte Kalorienzufuhr haben einen schützenden Effekt auf die Entwicklung von DR. Die meisten dieser ernährungsbezogenen Übersichtsarbeiten zu diabetischer Retinopathie konzentrierten sich jedoch auf ein bestimmtes Lebensmittel, einen bestimmten Nährstoff oder ein bestimmtes Ernährungsmuster. Dennoch gibt es nur wenige Arbeiten, die das gesamte Spektrum der Nahrungsbestandteile umfassend bewertet haben. Und obwohl es klare Ernährungsempfehlungen und Richtlinien für die Behandlung von Diabetes und Prädiabetes gibt, ist ihre Rolle bei der Entwicklung und dem Fortschreiten von DR nicht klar definiert. Evidenz legt nahe, dass die frühzeitige Ernährungsumstellung bzw. Ernährungstherapie in frühen Stadien die Entwicklung und das Fortschreiten von DR verlangsamen oder sogar verhindern und somit die Behandlungslast reduzieren kann. Ein weiterer wichtiger Lebensstilfaktor ist physische Aktivität, die ebenfalls das DR-Risiko modulieren kann. In dieser Übersichtsarbeit stellen wir die aktuelle wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema inklusive der wichtigsten natürlichen Moleküle vor, welche die konventionellen Therapien von DR unterstützen können.
Item Description:Online publiziert: 23. Oktober 2025
Gesehen am 01.12.2025
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-7218
DOI:10.1007/s00347-025-02328-1