Körperliches Training zur Frakturprophylaxe: Evidenz- und konsensbasierte Praxisempfehlungen der aktualisierten DVO-Leitlinie

Hintergrund: Körperliches Training ist eine effektive Intervention zur Prophylaxe niedrigtraumatischer Frakturen, allerdings liegen optimierte Trainingsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen nicht in der wünschenswerten Ausführlichkeit und praxisrelevanten Ausrichtung vor. Trainingsziele:...

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Main Authors: Kemmler, Wolfgang (Author) , Schoene, Daniel (Author) , Kohl, Matthias (Author) , Thomasius, Friederike (Author) , Jakob, Franz (Author) , Kerschan-Schindl, Katharina (Author) , Lange, Uwe (Author) , Becker, Clemens (Author) , Peters, Stefan (Author) , von Stengel, Simon (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 24 October 2025
In: Die Orthopädie
Year: 2025, Volume: 54, Issue: 12, Pages: 927-938
ISSN:2731-7153
DOI:10.1007/s00132-025-04731-7
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00132-025-04731-7
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Author Notes:Wolfgang Kemmler, Daniel Schoene, Matthias Kohl, Friederike Thomasius, Franz Jakob, Katharina Kerschan-Schindl, Uwe Lange, Clemens Becker, Stefan Peters, Simon von Stengel
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Summary:Hintergrund: Körperliches Training ist eine effektive Intervention zur Prophylaxe niedrigtraumatischer Frakturen, allerdings liegen optimierte Trainingsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen nicht in der wünschenswerten Ausführlichkeit und praxisrelevanten Ausrichtung vor. Trainingsziele: Das primäre Ziel der vorliegenden evidenz- und konsensbasierten Leitlinie, war daher die Ableitung von individualisierten Praxisempfehlungen für effektive, sichere und transferierbare Trainingsprogramme zur Frakturprävention. Der zugrundeliegende Ansatz basiert auf der Zuweisung von Trainingszielen entsprechend der individuell relevanten Determinanten des Frakturrisikos wie Knochenfestigkeit, Sturzrisiko und sturzbedingtes Verletzungsrisiko. Übungen: Trainingsprotokolle zum Erhalt oder zur Verbesserung der Knochenfestigkeit sollen grundsätzlich Trainingsphasen mit intensiver mechanischer Belastung beinhalten, die durch gewichtstragende Belastung und dynamisches Krafttraining realisiert werden können. Das Sturzrisiko soll durch eine individualisierte Komposition aus Gleichgewichts-, inklusive Perturbations‑, Schritt- und interaktiv kognitiv-motorisch sowie funktionalem Krafttraining adressiert werden. Einfache und risikoarme Strategien zur sicheren Landung bei/nach Sturz können vorbehaltlos empfohlen werden, während anspruchsvollere Falltechniken eine enge und erfahrene Überwachung und hohe Sicherheitsstandards erfordern. Für alle Trainingsziele übergreifend soll die Trainingshäufigkeit idealerweise bei drei Einheiten/Woche liegen. (Block‑)periodisierte Ansätze mit Trainingsphasen unterschiedlicher Ausrichtung und Belastungskomposition sowie eine konsistente, individuelle Anpassung der Trainingsgrößen im Trainingsverlauf werden nahegelegt.
Item Description:Online publiziert: 24. Oktober 2025
Gesehen am 08.12.2025
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-7153
DOI:10.1007/s00132-025-04731-7