Das Postreanimationslungenödem (CRALE): Evaluation diagnostischer und therapeutischer Ansätze einer Expertengruppe der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

Der plötzliche Herz-Kreislauf-Stillstand (CA) ist eine der häufigsten Todesursachen in Europa, mit über 70.000 Fällen jährlich in Deutschland. Diese Studie untersucht diagnostische und therapeutische Ansätze für Lungenödeme in der Postreanimationsphase unter Intensivmedizinern in Deutschland...

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Main Authors: Voigt, Ingo (Author) , Graf, Tobias (Author) , Wengenmayer, Tobias (Author) , Staudacher, Dawid L. (Author) , Preusch, Michael (Author) , Jung, Christan (Author) , Michels, Guido (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 24. März 2025
In: Medizinische Klinik, Intensivmedizin und Notfallmedizin
Year: 2025, Pages: 1-10
ISSN:2193-6226
DOI:10.1007/s00063-025-01268-7
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00063-025-01268-7
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Author Notes:Ingo Voigt, Tobias Graf, Tobias Wengenmayer, Dawid L. Staudacher, Michael Preusch, Christan Jung, Guido Michels
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Summary:Der plötzliche Herz-Kreislauf-Stillstand (CA) ist eine der häufigsten Todesursachen in Europa, mit über 70.000 Fällen jährlich in Deutschland. Diese Studie untersucht diagnostische und therapeutische Ansätze für Lungenödeme in der Postreanimationsphase unter Intensivmedizinern in Deutschland. Methoden: Die Arbeitsgruppe Kardiopulmonale Reanimation (AG42) der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie führte eine webbasierte Umfrage unter Mitgliedern durch. Erfragt wurden diagnostische Methoden, therapeutische Ansätze und Risikofaktoren für Lungenödeme nach der Reanimation. Ergebnisse: 77 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 43,9 Jahren (±9,6) nahmen teil, 54,5% hatten über 10 Jahre Erfahrung in der Akut- und Intensivmedizin. Radiologische und sonographische Verfahren sowie hämodynamisches Monitoring sind in den meisten Kliniken verfügbar. Diagnostische Maßnahmen erfolgen meist unmittelbar bei Aufnahme (49,4%) oder innerhalb einer Stunde (36,4%) und werden alle 8 Stunden (77,9%) kontrolliert. Der Oxygenierungsindex (paO2/FiO2) wird von 64,9% zur Schweregradeinschätzung verwendet, gefolgt von der Thorax-Röntgenbeurteilung (46,8%) und dem B-Linienscoring per Lungensonographie (33,8%). Therapeutisch stehen die Beatmungs- und hämodynamische Optimierung sowie der Einsatz von Schleifendiuretika im Fokus. Zur Prävention bevorzugen die Teilnehmer eine differenzierte Volumentherapie und vasoaktive Substanzen, basierend auf invasiven Messungen (36,4%). Schlussfolgerung: Lungenödeme sind ein relevanter Faktor in der Behandlung von Postreanimationssyndromen. Die Umfrage zeigt eine große Variabilität in diagnostischen und therapeutischen Ansätzen. Weitere prospektive Studien sind notwendig, um standardisierte Protokolle zu entwickeln.
Item Description:Gesehen am 10.12.2025
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Physical Description:Online Resource
ISSN:2193-6226
DOI:10.1007/s00063-025-01268-7