Perioperative Therapie bei nicht kleinzelligem Lungenkarzinom im lokal fortgeschrittenen Stadium: Delphi-Experten-Konsensus der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie = Perioperative therapy for locally advanced non-small cell lung cancer

Durch die Chemoimmuntherapie (CHT/IO) haben sich die multimodalen Therapieoptionen für das operable nicht kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Ziel des Arbeitskreises der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) war die Erarbeitung konsentierter...

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Main Authors: Eichhorn, Florian (Author) , Zaatar, Mohamed (Author) , Oggiano, Melanie (Author) , Welter, Stefan (Author) , Koryllos, Aris (Author) , Klotz, Laura Valentina (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 07. August 2025
In: Zentralblatt für Chirurgie
Year: 2025, Pages: ?
ISSN:1438-9592
DOI:10.1055/a-2654-6282
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2654-6282
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2654-6282
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Author Notes:Florian Eichhorn, Mohamed Zaatar, Melanie Oggiano, Stefan Welter, Aris Koryllos, Laura Klotz
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Summary:Durch die Chemoimmuntherapie (CHT/IO) haben sich die multimodalen Therapieoptionen für das operable nicht kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Ziel des Arbeitskreises der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) war die Erarbeitung konsentierter praxisnaher Empfehlungen zur perioperativen Therapie des NSCLC im lokal fortgeschrittenen Stadium. Von definierten Arbeitsgruppen wurde ein Fragenkatalog formuliert, der in 2 elektronischen Runden von Deutschlands leitenden Thoraxchirurgen beantwortet wurde. Kontroverse Ergebnisse mit weniger als 75% Übereinstimmung wurden anschließend in einer Expertenkonferenz diskutiert und in einer 3. Fragerunde abgestimmt. Patienten mit gesicherter N1-Metastasierung sollten im perioperativen Regime behandelt werden, ebenso solche mit N2-Lymphknotenbefall. Voraussetzung sind technische und onkologische Operabilität sowie negative Molekularpathologie (obligat EGFR und ALK-Wildtyp). Bei fehlendem radiologischem Progress nach Induktionstherapie ist kein mediastinales invasives Restaging erforderlich. Die Operation soll auch bei gutem radiologischem Ansprechen durchgeführt werden. Inwieweit eine Reduktion des Resektionsausmaßes unter eine Lobektomie onkologisch vertretbar ist, bleibt aufgrund fehlender Evidenz offen. Zur adjuvanten Radiotherapie bestand insofern Konsens, als dass diese bei vollständigem mediastinalem Downstaging keinen Stellenwert hat. Bei ypN2-Situation soll die Bestrahlungsindikation, wie bisher, risikoadaptiert individuell diskutiert werden. Zu den diskutierten Themen im Kontext der neuen perioperativen Therapiekonzepte konnte innerhalb der Expertenkonferenz ein weitgehender Konsens erzielt werden, sodass diese den Mitgliedern der DGT zur praxisorientierten Unterstützung dienen können.
Item Description:Gesehen am 09.01.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:1438-9592
DOI:10.1055/a-2654-6282