Die Rekonstruktion komplexer Thoraxwanddefekte mit freien Lappenplastiken und die Wahl des richtigen Anschlussgefäßes = The reconstruction of complex thoracic defects with free flaps and the choice of the appropriate recipient vessel
Ausgedehnte Thoraxwanddefekte können durch die Resektion maligner Tumoren oder durch eine Sternumosteomyelitis nach kardiochirurgischen Eingriffen entstehen. Das Ziel dieser Studie ist es, die Durchführbarkeit der Rekonstruktion mit freien Lappenplastiken unter Berücksichtigung der Anschlussgefä...
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| Main Authors: | , , , , , , , , , , , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
21.07.2025
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| In: |
Zentralblatt für Chirurgie
Year: 2025, Volume: 150, Issue: 06, Pages: 474-483 |
| ISSN: | 1438-9592 |
| DOI: | 10.1055/a-2637-5118 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2637-5118 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2637-5118 |
| Author Notes: | Florian Falkner, Rebecca Luisa Schäfer, Simon Mayer, Nicolas Ewerbeck, Riccardo Giunta, Denis Ehrl, Nicholas Möllhoff, Wolfram Demmer, Vanessa Masalov, Emre Gazyakan, Julian Vogelpohl, Ulrich Kneser, Felix Hubertus Vollbach |
| Summary: | Ausgedehnte Thoraxwanddefekte können durch die Resektion maligner Tumoren oder durch eine Sternumosteomyelitis nach kardiochirurgischen Eingriffen entstehen. Das Ziel dieser Studie ist es, die Durchführbarkeit der Rekonstruktion mit freien Lappenplastiken unter Berücksichtigung der Anschlussgefäßsituation, operative Komplikationen und das rekonstruktive Ergebnis zu analysieren. In der bizentrischen retrospektiven klinischen Studie wurden alle Patienten eingeschlossen, bei denen im Zeitraum Januar 2013 bis September 2024 eine freie Lappenplastik zur Rekonstruktion eines ausgedehnten Thoraxwanddefektes transplantiert wurde. Das Ziel war es, operative Details und Ergebnisse sowie Komplikationsraten auszuwerten. In einer Subgruppenanalyse wurden außerdem Komplikationen und Ergebnisse von Lappenplastiken, bei denen zusätzlich eine arteriovenöser Gefäßschleife (AVL) als Anschlussgefäß notwendig war, mit denen ohne zusätzliche gefäßchirurgische Maßnahmen verglichen.</p> <p>Insgesamt wurde bei 107 Patienten (n = 66, 62% nach herzchirurgischer Operation; n = 41, 38% nach onkologischer Operation) eine Thoraxwandrekonstruktion mit einer freien myokutanen Tensor-fasciae-latae- (TFL, n = 47, 44%), myokutanen Vastus-lateralis-Muskellappenplastik (VL, n = 37, 35%), kombinierten Vastus-lateralis-Anterior-lateral-Thigh- (kVL-ALT, n = 17, 16%), kombinierten Vastus-lateralis-Tensor-fasciae-latae-Muskellappenplastik (kVL-TFL, n = 2, 2%), einer Anterior-lateral-Thigh- (ALT, n = 2, 2%) oder einer transversen Rectus-abdominis-Muskellappenplastik (TRAM, n = 2, 2%) durchgeführt. Bei 39 Rekonstruktion (36%) war simultan eine AVL-Anlage notwendig. Insgesamt traten postoperativ 6 Thrombosen der Lappenstielgefäße auf (6%). Vollständige Lappennekrosen traten in 3 Fällen (3%; VL, n = 2; kVL-ALTL, n = 1) und partielle Lappennekrosen traten bei 8 Lappenplastiken auf (8%; TFL, n = 3; kVL-ALT, n = 2; VL, n = 2; TRAM, n = 1). Der Vergleich postoperativer chirurgischer Komplikationen zwischen Rekonstruktionen mit und ohne simultane AVL-Anlage zeigte keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich venöser Thrombosen (n = 0 vs. n = 3), arterieller Thrombosen (n = 2 vs. n = 1), partieller Lappennekrose (n = 3 vs. n = 5) sowie totaler Lappennekrose (n = 0 vs. n = 3). Diese Studie zeigt, dass die Rekonstruktion ausgedehnter Thoraxwanddefekte mit freien VL- oder TFL-Lappenplastiken mit nur geringen Komplikationsraten durchführbar ist, auch wenn dies simultan eine AVL-Anlage erfordert. |
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| Item Description: | Gesehen am 27.01.2026 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1438-9592 |
| DOI: | 10.1055/a-2637-5118 |