Geriatrische Forschung in Deutschland: Herausforderungen und Chancen - Erkenntnisse aus der GERisearch-Umfrage
Hintergrund: Für exzellente Altersforschung und die Weiterentwicklung der Geriatrie braucht es Ärztinnen und Ärzte, die sowohl klinisch als auch wissenschaftlich aktiv sind. Ziel: Untersuchung der Forschungsaktivität, -interessen und -bedingungen geriatrisch tätiger Ärztinnen und Ärzte in Deu...
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| Main Authors: | , , , , , , , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
26 November 2025
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| In: |
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Year: 2025, Pages: 1-8 |
| ISSN: | 1435-1269 |
| DOI: | 10.1007/s00391-025-02528-z |
| Online Access: | Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00391-025-02528-z |
| Author Notes: | Bendix Labeit, Maela Caudal, Varvara Moskiou, Stefan Grund, Thea Laurentius, Johannes Trabert, Olaf Krause, Anna Maria Affeldt, Maximilian König, für JUN_GE Study Group |
| Summary: | Hintergrund: Für exzellente Altersforschung und die Weiterentwicklung der Geriatrie braucht es Ärztinnen und Ärzte, die sowohl klinisch als auch wissenschaftlich aktiv sind. Ziel: Untersuchung der Forschungsaktivität, -interessen und -bedingungen geriatrisch tätiger Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, um wissenschaftliches Potenzial, strukturelle Hürden und Förderbedarf zu identifizieren. Material und Methoden: In einer bundesweiten Online-Querschnittserhebung wurden Daten zur beruflichen Situation, zur wissenschaftlichen Tätigkeit sowie zu Forschungsinteressen und -hindernissen erhoben. Ergebnisse: Von 273 Teilnehmenden war jeweils ein Drittel wissenschaftlich aktiv, nicht interessiert oder grundsätzlich interessiert, jedoch aktuell nicht aktiv. Der größte Teil der wissenschaftlich Aktiven (47%) arbeitete an Universitätskliniken mit geriatrischem Lehrstuhl, wo zugleich die höchste Forschungszufriedenheit berichtet wurde. Als häufigste Hürde wurde die mangelnde Vereinbarkeit von Klinik und Forschung genannt (49%). An nichtuniversitären Kliniken ohne geriatrischen Lehrstuhl waren viele forschungsinteressiert, aber inaktiv; hier dominierten arbeitsplatzbezogene Hindernisse (55%). Männer waren häufiger promoviert, habilitiert und wissenschaftlich aktiv. Frauen stellten zwei Drittel der forschungsinteressierten, aber inaktiven Teilnehmenden und zeigten besonderes Interesse an Polypharmazie (59%) und Ernährungsmedizin (40%). Diskussion: Zur Stärkung der geriatrischen Forschung sind gezielte Fördermaßnahmen nötig – insbesondere für Frauen und für Ärztinnen und Ärzte an außeruniversitären Einrichtungen. Wichtige Ansatzpunkte sind Mentoring, geschützte Forschungszeiten und der Ausbau geriatrischer Lehrstühle. Trotz struktureller Barrieren ist das wissenschaftliche Interesse hoch. |
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| Item Description: | Online veröffentlicht: 26. November 2025 Gesehen am 28.01.2026 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1435-1269 |
| DOI: | 10.1007/s00391-025-02528-z |