Chirurgische Behandlung von Kindern mit Lebertumoren in Deutschland: Evidenz, Versorgungsstruktur und Perspektiven

Hintergrund: Lebertumoren im Kindesalter sind selten und mit hohen therapeutischen Anforderungen verbunden. In den letzten Jahrzehnten konnten durch effektivere Chemotherapie und verbesserte Operationstechniken sowie durch internationale Kooperationen erhebliche Fortschritte erzielt werden. Die Hera...

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Main Authors: Fuchs, Juri (Author) , Michalski, Christoph (Author) , Günther, Patrick (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 7. Januar 2026
In: Die Chirurgie
Year: 2026, Volume: 97, Issue: 3, Pages: 206-217
ISSN:2731-698X
DOI:10.1007/s00104-025-02438-1
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00104-025-02438-1
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Author Notes:Juri Fuchs, Christoph W. Michalski, Patrick Günther
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Summary:Hintergrund: Lebertumoren im Kindesalter sind selten und mit hohen therapeutischen Anforderungen verbunden. In den letzten Jahrzehnten konnten durch effektivere Chemotherapie und verbesserte Operationstechniken sowie durch internationale Kooperationen erhebliche Fortschritte erzielt werden. Die Herausforderungen für die chirurgische Therapie bleiben hoch. In Deutschland ergeben sich diesbezüglich spezifische Schwierigkeiten. Ziel der Arbeit: Zusammenfassung der aktuellen Evidenz zur chirurgischen Behandlung pädiatrischer Lebertumoren, Analyse der Versorgungsstrukturen in Deutschland und Entwicklung von Perspektiven zur Optimierung der Therapie. Material und Methoden: Narrative Übersicht aktueller Evidenz, systematische Analyse der chirurgischen Ergebnisse vorangegangener Hepatoblastomstudien, Auswertung deutscher Versorgungspfade und dadurch Identifikation von Problemen und Perspektiven. Ergebnisse: Maßgeblich für die verbesserte Prognose von Kindern mit Lebertumoren (v.a. Hepatoblastom) sind multimodale, risikoadaptierte Therapiekonzepte und verbesserte Operationsstrategien. Aufgrund der Seltenheit von Leberresektionen im Kindesalter befindet sich die pädiatrische Lebertumorchirurgie in Deutschland an einer Schnittstelle zwischen Kinder‑, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Chirurgisch entscheidend sind kindgerechte Operationsstrategien zur Erhöhung der Resektionsrate und Vermeidung postoperativer Komplikationen. Eine direkte Übertragung von Erkenntnissen aus der Leberchirurgie bei Erwachsenen birgt hohe Risiken. In Deutschland bestehen gute Grundvoraussetzungen, die Versorgung kann jedoch durch verbesserte Kommunikation mit Referenzstrukturen, intelligente Zentralisierungsansätze und Investition in die chirurgische Ausbildung verbessert werden. Diskussion: Die Lebertumorchirurgie bei Kindern ist aufgrund ihrer Seltenheit und des hohen Anspruchs mit spezifischen Herausforderungen verbunden. In Deutschland kann die Stärkung multidisziplinärer Strukturen und Kommunikation sowie eine effiziente Zentralisierung der Therapieplanung die Patientensicherheit und Behandlungsergebnisse für Kinder mit Lebertumoren weiter optimieren.
Item Description:Online publiziert: 7. Januar 2026
Gesehen am 10.03.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-698X
DOI:10.1007/s00104-025-02438-1