Postpunktionskopfschmerz: von der Diagnose zur Therapie

Der Postpunktionskopfschmerz („post-dural puncture headache“, PDPH) ist eine häufige, aber oft unterschätzte Komplikation neuroaxialer Anästhesieverfahren. Mutmaßlich ursächlich ist ein Liquorverlust infolge akzidentieller Duraperforation mit resultierender intrakranieller Hypotension und kompen...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Helmer, Philipp (VerfasserIn) , Siegler, Benedikt Hermann (VerfasserIn) , Reese, Lena (VerfasserIn) , Meybohm, Patrick (VerfasserIn) , Kranke, Peter (VerfasserIn) , Neef, Vanessa (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 07 January 2026
In: Die Anaesthesiologie
Year: 2026, Jahrgang: 75, Heft: 1, Pages: 67-79
ISSN:2731-6866
DOI:10.1007/s00101-025-01620-8
Online-Zugang:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00101-025-01620-8
Volltext
Verfasserangaben:Philipp Helmer, Benedikt Siegler, Lena Reese, Patrick Meybohm, Peter Kranke, Vanessa Neef
Beschreibung
Zusammenfassung:Der Postpunktionskopfschmerz („post-dural puncture headache“, PDPH) ist eine häufige, aber oft unterschätzte Komplikation neuroaxialer Anästhesieverfahren. Mutmaßlich ursächlich ist ein Liquorverlust infolge akzidentieller Duraperforation mit resultierender intrakranieller Hypotension und kompensatorischer Vasodilatation. Meningeale Reizung und neuroinflammatorische Prozesse tragen zur Pathophysiologie bei. Hauptsymptom ist ausgeprägter orthostatischer Kopfschmerz, mit Schmerzexazerbation in aufrechter Körperposition, ggf. begleitet von Nackenverspannung, Tinnitus, visuellen und weiteren neurologischen Störungen. Patientenspezifische Risikofaktoren sind junges Alter, weibliches Geschlecht und positive Kopfschmerzanamnese; zu den anästhesieassoziierten Faktoren zählen Größe und Schliff der verwendeten Punktionsnadel. Der epidurale Blut-Patch (EBP) stellt therapeutisch den Goldstandard dar. Der mitunter starke Leidensdruck der Patienten und die Optimierung des Outcome erfordern die kritische Auseinandersetzung mit den Therapieoptionen.
Beschreibung:Veröffentlicht: 07. Januar 2026
Gesehen am 10.03.2026
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2731-6866
DOI:10.1007/s00101-025-01620-8