Virtuelle Histopathologie des Pankreas: 3D-Einblicke mittels synchrotronbasierter Bildgebung

Hintergrund: Die konventionelle histopathologische Diagnostik stößt bei der Beurteilung komplexer, dreidimensionaler Gewebearchitekturen an inhärente methodische Grenzen. Insbesondere bei heterogen zusammengesetzten Geweben wie dem Pankreas oder bei komplexen Gewebspathologien erschwert die Beschr...

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Main Authors: Gaida, Matthias (Author) , Hessel, Lukas (Author) , Schimmel, Caroline (Author) , Schulze, Klara (Author) , Wagner, Verena (Author) , Mayer, Philipp (Author) , Albers, Jonas (Author) , Duke, Elizabeth (Author) , Loos, Martin (Author) , Salg, Gabriel Alexander (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 08 January 2026
In: Die Pathologie
Year: 2026, Volume: 47, Issue: 2, Pages: 136-143
ISSN:2731-7196
DOI:10.1007/s00292-025-01533-8
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00292-025-01533-8
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Author Notes:Matthias Martin Gaida, Lukas Hessel, Caroline Victoria Schimmel, Klara Schulze, Verena Wagner, Philipp Mayer, Jonas Albers, Elizabeth Duke, Martin Loos, Gabriel Alexander Salg
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Summary:Hintergrund: Die konventionelle histopathologische Diagnostik stößt bei der Beurteilung komplexer, dreidimensionaler Gewebearchitekturen an inhärente methodische Grenzen. Insbesondere bei heterogen zusammengesetzten Geweben wie dem Pankreas oder bei komplexen Gewebspathologien erschwert die Beschränkung auf zweidimensionale Schnittbilder die ubiquitäre Erfassung morphologischer Merkmale. Ziel der Arbeit (Fragestellung): Ziel dieser Studie ist es, das Potenzial der synchrotronbasierten Phasenkontrastbildgebung (SRµCT) für die hochauflösende, dreidimensionale Visualisierung verschiedener Pankreasgewebe zu demonstrieren. Anhand dreier paradigmatischer Fallbeispiele werden morphologische Parameter volumetrisch erfasst und mit korrespondierenden immunhistochemischen Markerprofilen korreliert. Material und Methoden: Gewebestanzen aus formalinfixierten, paraffineingebetteten Blöcken von humanen Pankreasgewebeproben wurden mittels SRµCT volumetrisch erfasst. Das untersuchte Probenmaterial wurde als Microarrays weiterverarbeitet. Konsekutive Schnitte und immunhistochemische Färbungen wurden mit den 3D-Datensätzen korreliert. Ergebnisse: Die Bildgebung ermöglichte die differenzierte räumliche Darstellung funktioneller Kompartimente und neoplastischer Infiltrationsmuster. Nichtneoplastisches Gewebe zeigte klar abgegrenzte Kompartimente. Ein gut differenzierter neuroendokriner Tumor präsentierte trabekuläre Binnenstrukturen. Das duktale Adenokarzinom zeigte ein infiltratives Wachstumsmuster mit diffuser, heterogener Architektur, irregulären Gangformationen und Stromadesmoplasie. Die virtuelle Schnittführung ermöglichte die Analyse in jeder Raumrichtung. Durch Korrelation mit immunhistochemischen Markerprofilen konnten morphofunktionelle Merkmale validiert werden. Schlussfolgerung: Die SRµCT ist eine hochsensitive Methode, die nichtinvasiv und ohne Färbung dreidimensionale Einsichten in die Gewebearchitektur des Pankreas unter Nutzung archivierter Paraffinblöcke erlaubt. Die Methode bietet neue Perspektiven für Forschung, Lehre und potenziell erweiterte Spezialdiagnostik.
Item Description:Online veröffentlicht: 08. Januar 2026
Gesehen am 10.03.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-7196
DOI:10.1007/s00292-025-01533-8