"Ritualmordverfahren" im Drama des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: literarische Interventionen gegen eine antisemitische Rechtspraktik

Abstract - Im 19. und frühen 20. Jahrhundert nutzten diverse jüdische Autor:innen das Drama, um die antisemitischen Gerichtsprozesse rund um die ,Ritualmordlegende‘ zu entlarven. Der Beitrag untersucht anhand von Arnold Zweigs Ritualmord in Ungarn - (1914) und Jakob Schereks Wahn (1907) das subver...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Bleser, Caroline (Verfasst von)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1. Januar 2026
In: Zeitschrift für Germanistik
Year: 2026, Jahrgang: 36, Heft: 2, Pages: 152-171
ISSN:2235-1272
DOI:10.3726/92178_152
Online-Zugang:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.3726/92178_152
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://www.ingentaconnect.com/contentone/plg/zfg/2026/00000036/00000002/art00009#
Volltext
Verfasserangaben:Caroline Bleser
Beschreibung
Zusammenfassung:Abstract - Im 19. und frühen 20. Jahrhundert nutzten diverse jüdische Autor:innen das Drama, um die antisemitischen Gerichtsprozesse rund um die ,Ritualmordlegende‘ zu entlarven. Der Beitrag untersucht anhand von Arnold Zweigs Ritualmord in Ungarn - (1914) und Jakob Schereks Wahn (1907) das subversive Potential dieser Stücke hinsichtlich der Textgestaltung sowie unter Hinzunahme von Rezeptionszeugnissen und geht den Wechselwirkungen zwischen rechtlichen und literarisch-theatralen Verfahren nach.In the 19th and - early 20th century, various Jewish authors used the dramatic genre to expose the anti-semitic trials surrounding the legend of ,ritual murder‘. In this article, the subversive potential of Arnold Zweig’s Ritualmord in Ungarn (1914) and Jakob Scherek’s Wahn (1907) is analysed, considering both the textual composition and their critical reception. In doing so the interactions between legal and literary-theatrical procedures are explored.
Beschreibung:Gesehen am 20.4.2026
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2235-1272
DOI:10.3726/92178_152