Primärer vesikoureteraler Reflux im Kindesalter: Diagnostik, Risikostratifizierung und Therapie : CME : zertifizierte Fortbildung

Der primäre vesikoureterale Reflux (VUR) ist ein häufiger urologischer Befund im Kindesalter. Er entsteht durch einen angeborenen insuffizienten Ventilmechanismus infolge eines verkürzten submukösen Ureterverlaufs. Dies führt zu einem retrograden Urinfluss in Harnleiter und Nieren und erhöht d...

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Main Authors: Nientiedt, Malin (Author) , Stein, Raimund (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 10 April 2026
In: Die Urologie
Year: 2026, Pages: 1-9
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-026-02816-5
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00120-026-02816-5
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Author Notes:Malin Nientiedt, Raimund Stein
Description
Summary:Der primäre vesikoureterale Reflux (VUR) ist ein häufiger urologischer Befund im Kindesalter. Er entsteht durch einen angeborenen insuffizienten Ventilmechanismus infolge eines verkürzten submukösen Ureterverlaufs. Dies führt zu einem retrograden Urinfluss in Harnleiter und Nieren und erhöht das Risiko für rezidivierende fieberhafte Harnwegsinfektionen (HWI) sowie Nierenparenchymnarben. Die International Reflux Study Group klassifiziert den VUR in 5 Schweregrade. Diagnostisch stehen Basisdiagnostik und apparative Refluxprüfung nach Risikostratifizierung im Vordergrund. Therapeutisch hat sich eine risikoadaptierte konservative Strategie durchgesetzt, da niedrige Refluxgrade häufig spontan maturieren. Ziel der VUR-Therapie ist die Vermeidung renaler Narben. Eine antibakterielle Prophylaxe kann bei ausgewählten Kindern indiziert sein. Bei hochgradigem oder therapieresistentem symptomatischem VUR sind die endoskopischen, laparoskopischen/robotisch-assistierten bzw. offen operativen Verfahren mit ihren jeweiligen Indikationen zu diskutieren.
Item Description:Gesehen am 28.04.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-026-02816-5