Turned on: how sex shapes gene activity

Jedes Genom erzählt eine Geschichte, die jedoch unterschiedlich interpretiert werden kann. Verschiedene Zellen, Gewebe und Spezies verleihen dem „Text“ der DNA ihre eigenen Nuancen, indem sie darüber entscheiden, welche „Passagen“ hervorgehoben und welche ignoriert werden sollen. Dieser Interpreta...

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Main Authors: Frank, Dana (Author) , Kaessmann, Henrik (Author)
Format: Article (Journal)
Language:English
Published: April 2026
In: Ruperto Carola
Year: 2026, Volume: 27, Pages: 132-138
DOI:10.17885/heiup.ruca.2026.27.25390
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.17885/heiup.ruca.2026.27.25390
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25390
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Author Notes:Dana Frank & Henrik Kaessmann
Description
Summary:Jedes Genom erzählt eine Geschichte, die jedoch unterschiedlich interpretiert werden kann. Verschiedene Zellen, Gewebe und Spezies verleihen dem „Text“ der DNA ihre eigenen Nuancen, indem sie darüber entscheiden, welche „Passagen“ hervorgehoben und welche ignoriert werden sollen. Dieser Interpretationsprozess ermöglicht es den Genomen, die außergewöhnliche Vielfalt des Lebens hervorzubringen. In unseren jüngsten Arbeiten am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg befassen wir uns mit der Frage, wie das Geschlecht die Genaktivität beeinflusst. Obwohl männliche und weibliche Individuen einer Spezies nahezu identische Genome besitzen, schalten sie oft unterschiedliche Gene zu unterschiedlichen Zeitpunkten an. Diese „geschlechtsspezifischen” Muster sind flexibel und verändern sich mit der Entwicklung, dem Organtyp und der Spezies, treten dabei jedoch in wichtigen Zusammenhängen konsistent auf. Viele Unterschiede zeigen sich erst später im Leben, was uns daran erinnert, dass das Genom nicht in Stein gemeißelt ist, sondern durch Physiologie, Zellaktivität und die Umgebung geprägt wird. Indem wir beide Geschlechter erforschen, bewegen wir uns jenseits einer einseitigen Auffassung von Biologie. Wir decken Lücken in der Medizin, bei der Bewertung von Verhaltensunterschieden sowie in unserem Verständnis der Evolution auf und zeigen, auf welche komplexe Art und Weise die DNA Organismen prägt und dabei weit über das hinausgeht, was wir uns einst vorgestellt haben.
Item Description:Gesehen am 18.05.2026
Physical Description:Online Resource
DOI:10.17885/heiup.ruca.2026.27.25390