„Digital twins“ in der Uroonkologie

Hintergrund: Die Uroonkologie befindet sich im Wandel hin zur Präzisionsmedizin. Multimodale, longitudinale Daten führen jedoch zunehmend dazu, dass klassische Entscheidungslogiken und Risikoscores an ihre Grenzen gelangen. Mithilfe des Digital-twin-Konzepts ist es möglich, multimodale Patientend...

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Dettagli Bibliografici
Autori principali: Smielowski, Johanna (Autore) , Glienke, Maximilian (Autore) , Mehralivand, Sherif (Autore) , Duwe, Gregor (Autore) , Chun, Felix (Autore) , Borgmann, Hendrik (Autore) , Görtz, Magdalena (Autore)
Natura: Article (Journal)
Lingua:tedesco
Pubblicazione: 22. April 2026
In: Die Urologie
Year: 2026, Volume: 65, Fascicolo: 6, Pages: 605-610
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-026-02827-2
Accesso online:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00120-026-02827-2
Testo
Note sull'autore:Johanna Smielowski, Maximilian Glienke, Sherif Mehralivand, Gregor Duwe, Felix Chun, Hendrik Borgmann, Magdalena Görtz
Descrizione
Riassunto:Hintergrund: Die Uroonkologie befindet sich im Wandel hin zur Präzisionsmedizin. Multimodale, longitudinale Daten führen jedoch zunehmend dazu, dass klassische Entscheidungslogiken und Risikoscores an ihre Grenzen gelangen. Mithilfe des Digital-twin-Konzepts ist es möglich, multimodale Patientendaten zu integrieren und ein dynamisches, patientenspezifisches Modell mit iterativer Rückkopplung zur Simulation von Krankheitsverläufen und Interventionen zu erstellen. Fragestellung: Was ist ein „digital twin“ im medizinischen Sinne, welche Datenbasis ist in der Uroonkologie erforderlich und welche klinischen „use cases“ sind aktuell absehbar? Methoden: Narratives Review mit Einordnung des Digital-twin-Begriffs, strukturierter Darstellung der multimodalen Daten für den Digital twin (Labor, Bildgebung, Pathologie, Omics, Follow-up) sowie Zusammenstellung publizierter Anwendungsbeispiele (z.B. Tumorwachstumsmodelle, digitale Pathologie, chirurgische 3D-Zwillinge). Ergebnisse: Erste Digital-twin-Ansätze sind in der Uroonkologie bislang überwiegend als Teilzwillinge beschrieben (z.B. Tumorwachstum, virtuelle Befundung, 3D-Operationsplanung). Der große potentielle klinische Mehrwert von Digital Twins liegt in dynamischer Risikostratifizierung, Therapie-Simulation und Operationsplanung sowie adaptiver Nachsorge. Hauptbarrieren für die Implementierung sind Datenqualität, Interoperabilität, Erklärbarkeit, Datenschutz sowie regulatorische Anforderungen.Schlussfolgerungen: „Digital twins“ können die prädiktive Präzisionsmedizin in der Uroonkologie substanziell voranbringen, erfordern jedoch robuste Validierungsmethoden und eine sichere Implementierung in klinische Workflows.
Descrizione del documento:Online publiziert: 22. April 2026
Gesehen am 12.06.2026
Descrizione fisica:Online Resource
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-026-02827-2