Prävention in der Gastroenterologie = Prevention in gastroenterology

Die Gastroenterologie verfügt über ein breit gefächertes, evidenzbasiertes Präventionsrepertoire, das weit über die Darmkrebsvorsorge hinausgeht. Als systemrelevantes Fach trägt sie maßgeblich zur Vermeidung, Früherkennung und Eindämmung schwerwiegender Erkrankungen bei - von kolorektalem Ka...

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Dettagli Bibliografici
Autori principali: Lynen, Petra (Autore) , Michl, Patrick (Autore) , Rösch, Thomas (Autore) , Siegmund, Britta (Autore) , Seufferlein, Thomas (Autore) , Tacke, Frank (Autore) , Wedemeyer, Heiner (Autore)
Natura: Article (Journal)
Lingua:tedesco
Pubblicazione: 21. April 2026
In: Zeitschrift für Gastroenterologie
Year: 2026, Volume: 64, Fascicolo: 6, Pages: 667-679
ISSN:1439-7803
DOI:10.1055/a-2697-3893
Accesso online:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2697-3893
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2697-3893
Testo
Note sull'autore:Autorinnen/Autoren: Petra Lynen Jansen, Patrick Michl, Thomas Rösch, Britta Siegmund, Thomas Seufferlein, Frank Tacke, Heiner Wedemeyer
Descrizione
Riassunto:Die Gastroenterologie verfügt über ein breit gefächertes, evidenzbasiertes Präventionsrepertoire, das weit über die Darmkrebsvorsorge hinausgeht. Als systemrelevantes Fach trägt sie maßgeblich zur Vermeidung, Früherkennung und Eindämmung schwerwiegender Erkrankungen bei - von kolorektalem Karzinom über Leberkrebs bis hin zu Speiseröhren- Leber-, Pankreas- und Magenkarzinomen. Die präventiven Maßnahmen reichen von Lebensstilinterventionen über strukturierte Screeningprogramme und Impfstrategien bis zur gezielten Früherkennung bei Hochrisikogruppen. Der Erfolg gesetzlicher Programme wie des Darmkrebsscreenings oder des Hepatitisscreenings zeigt das große Potenzial frühzeitiger Interventionen. Gleichzeitig bestehen relevante Lücken zwischen den evidenzbasierten Empfehlungen der DGVS Leitlinien und der Versorgungspraxis. Zudem besteht erheblicher Forschungsbedarf, etwa zur Entwicklung risikoadaptierter Strategien, innovativer diagnostischer Verfahren und zur Nutzung von Gesundheitsdaten und KI. Es bedarf einer koordinierten, sektorenübergreifenden Präventionsstrategie, um gastroenterologische Vorsorge strukturell zu verankern und weiterzuentwickeln. Die Ausrufung einer „Nationalen Dekade für Prävention“ wäre ein entscheidender Schritt - als konsequente Fortsetzung der Dekade gegen Krebs. Nur durch gemeinsames Handeln von Politik, Forschung und Versorgung lässt sich das präventive Potenzial der Gastroenterologie voll entfalten - zum Nutzen von Patient:innen und Gesundheitssystem.
Descrizione del documento:Artikel online veröffentlicht: 21. April 2026
Gesehen am 12.06.2026
Descrizione fisica:Online Resource
ISSN:1439-7803
DOI:10.1055/a-2697-3893