Endoprothetik nach Voroperationen am Daumensattelgelenk: Pearls and Pitfalls, Off-Label-Use und Alternativen = Endoprosthetics in revision surgeries on the thumb carpometacarpal joint : pearls and pitfalls, off-label use, and alternatives

Die Endoprothetik des Daumensattelgelenks (DSG) hat sich als wirksame Therapieoption bei fortgeschrittener Rhizarthrose etabliert. Auch im Rahmen von Revisionseingriffen nach fehlgeschlagenen Operationen am Trapezium oder an der Basis des ersten Mittelhandknochens, kann eine Prothese eingesetzt werd...

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Dettagli Bibliografici
Autori principali: Struckmann, Victoria (Autore) , Krohn, Thomas (Autore) , Panzram, Benjamin (Autore)
Natura: Article (Journal)
Lingua:tedesco
Pubblicazione: 16 March 2026
In: Handchirurgie, Mikrochirurgie, plastische Chirurgie
Year: 2026, Volume: 58, Fascicolo: 1, Pages: 17-27
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/a-2786-5903
Accesso online:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2786-5903
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2786-5903
Testo
Note sull'autore:Victoria Struckmann, Thomas Krohn, Benjamin Panzram
Descrizione
Riassunto:Die Endoprothetik des Daumensattelgelenks (DSG) hat sich als wirksame Therapieoption bei fortgeschrittener Rhizarthrose etabliert. Auch im Rahmen von Revisionseingriffen nach fehlgeschlagenen Operationen am Trapezium oder an der Basis des ersten Mittelhandknochens, kann eine Prothese eingesetzt werden. Revisionen sind technisch anspruchsvoll, da veränderte anatomische Strukturen, Narbengewebe und limitierte Knochenqualität die Implantation erschweren können. Anhand konkreter Fälle werden verschiedene Indikationen und Techniken vorgestellt: die Implantation einer Endoprothese nach fehlverheilten Bennett- oder Rolando-Frakturen, bei persistierender Luxation des DSG, nach Proximalisierung des ersten Strahls infolge Trapezektomie mit Implantation der Pfanne in das Os scaphoideum sowie bei knöchernem Defekt des Trapeziums im Rahmen vorausgegangener Prothesenimplantation. Bei fünf Patienten mit posttraumatischer Arthrose führte die Endoprothesenimplantation zu guter Schmerzreduktion und Funktionswiederherstellung. Zwölf Patienten mit Pfannenimplantation in das Scaphoid nach Trapezektomie zeigten durchgehend eine suffiziente Schmerzreduktion und Regeneration der Handfunktion; die Patientenzufriedenheit war hoch. In einem weiteren Fall gelang die Rekonstruktion des Trapeziums mittels trikortikalem Beckenkammspan mit anschließender Reimplantation der Pfanne. Kurzfristig traten keine gravierenden Komplikationen auf. Die DSG-Endoprothetik stellt neben der Primärversorgung auch im Revisionssetting eine effektive Behandlungsoption dar - sowohl bei posttraumatischen Beschwerden als auch bei Proximalisierung des ersten Strahls nach Trapezektomie. Entscheidend ist dabei die Anpassung an die besonderen anatomischen und biomechanischen Bedingungen des voroperierten Gelenks. Erfahrung mit Primärimplantationen gilt als Voraussetzung, um das Komplikationsrisiko zu minimieren. Langzeitstudien sind erforderlich, um die Endoprothetik im direkten Vergleich mit etablierten Rettungsoperationen wie Trapezektomie oder Arthrodese, im Sinne eines Salvage-Verfahrens, zu bewerten.
Descrizione del documento:Gesehen am 18.06.2026
Descrizione fisica:Online Resource
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/a-2786-5903