Das HandTraumaRegister der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie - Analyse nationaler Versorgungstrends während der COVID-19 Pandemie

Das HandTraumaRegister (HTR) der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) wurde etabliert, um Handverletzungen sowie deren Versorgung systematisch und bundesweit zu erfassen. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Verletzungsmuster, Unfallmechanismen u...

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Autores principales: Däschler, Simeon C. (Autor) , Aman, Martin (Autor) , Rieth, Philipp (Autor) , Panzram, Benjamin (Autor) , Böcker, Arne Hendrik (Autor) , Harhaus-Wähner, Leila (Autor)
Formato: Article (Journal)
Lenguaje:alemán
Publicado: 07. Mai 2026
In: Handchirurgie, Mikrochirurgie, plastische Chirurgie
Year: 2026, Volumen: 58, Número: 03, Pages: 194-201
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/a-2836-6004
Acceso en línea:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2836-6004
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2836-6004
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Notas de Autor:Simeon C. Daeschler, Martin Aman, Philipp Rieth, Benjamin Panzram, Arne Hendrik Böcker, Leila Harhaus
Descripción
Sumario:Das HandTraumaRegister (HTR) der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) wurde etabliert, um Handverletzungen sowie deren Versorgung systematisch und bundesweit zu erfassen. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Verletzungsmuster, Unfallmechanismen und die Versorgung von Handverletzungen zu untersuchen. In einer retrospektiven multizentrischen Registerstudie wurden 14 072 Patienten mit insgesamt 41 119 operativ behandelten Handverletzungen aus dem HTR analysiert. Die Daten wurden entsprechend den fünf definierten Pandemiephasen gruppiert und hinsichtlich Alter, Verletzungsmuster, Versicherungstyp, Unfallmechanismus und Versorgungszeiten vergleichend ausgewertet (Signifikanzniveau p<0,05). Während der Pandemie veränderte sich die Altersverteilung signifikant (p<0,001): Im ersten Lockdown war der Anteil an Kindern und Jugendlichen reduziert, während die Gruppe der 19-30-Jährigen häufiger betroffen war. Isolierte Handverletzungen traten mit 32,1% seltener auf (vs. 42,7% präpandemisch), während die Häufigkeit von Mehrfachverletzungen zunahm (p<0,001). Bei berufsgenossenschaftlich Versicherten stiegen Sturzverletzungen von 10,9% auf 19,2%, während bei gesetzlich Versicherten Kreissägenverletzungen im ersten Lockdown signifikant zunahmen (p<0,001). Die Zeit bis zur operativen Versorgung sank von 52,6 auf 27,1 Stunden (p<0,001), während der Anteil definitiver Versorgungen über alle Phasen stabil über 90% blieb. Die COVID-19-Pandemie hatte signifikante Auswirkungen auf die Epidemiologie, den Verletzungsmechanismus und die zeitliche Dynamik der Versorgung von Handverletzungen in Deutschland. Diese Veränderungen zeigen, wie externe Krisen Einfluss auf die medizinische Versorgungsrealität nehmen. Das HTR ermöglicht die datenbasierte Analyse solcher Entwicklungen und unterstützt die evidenzbasierte Planung zukünftiger Versorgungs- und Präventionsstrategien.
Notas:Artikel online veröffentlicht: 07. Mai 2026
Gesehen am 19.06.2026
Descripción Física:Online Resource
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/a-2836-6004