Generationswandel in der urologischen Versorgungsrealität: Bestandsaufnahme der Deutschen Urologie

Hintergrund Die urologische Versorgung in Deutschland steht vor Herausforderungen durch hohe Arbeitsbelastung, dem Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten und der Sicherung des Nachwuchses. Vor diesem Hintergrund wurden Arbeitsbelastung, Arbeitszeitmodelle und Berufszufriedenheit von Urologinnen und U...

Descrizione completa

Salvato in:
Dettagli Bibliografici
Autori principali: Knipper, Sophie (Autore) , Welte, Maria-Noemi (Autore) , Abrams-Pompe, Raisa (Autore) , Bellut, Laura Claudia (Autore) , Greiser, Eva Maria (Autore) , Herlemann, Annika (Autore) , Müller, Karina (Autore) , Schönburg, Sandra (Autore) , Siech, Carolin (Autore) , Hofer, Sarah (Autore) , Wiemer, Laura Elisa (Autore) , Walach, Margarete (Autore)
Natura: Article (Journal)
Lingua:tedesco
Pubblicazione: 2026
In: Die Urologie
Year: 2026, Pages: 1-8
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-026-02879-4
Accesso online:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00120-026-02879-4
Testo
Note sull'autore:Sophie Knipper, Maria-Noemi Welte, Raisa Abrams-Pompe, Laura Bellut, Eva Maria Greiser, Annika Herlemann-Tilke, Karina Müller, Sandra Schönburg, Carolin Siech, Sarah Weinberger, Laura Wiemer, Margarete Teresa Walach
Descrizione
Riassunto:Hintergrund Die urologische Versorgung in Deutschland steht vor Herausforderungen durch hohe Arbeitsbelastung, dem Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten und der Sicherung des Nachwuchses. Vor diesem Hintergrund wurden Arbeitsbelastung, Arbeitszeitmodelle und Berufszufriedenheit von Urologinnen und Urologen in Deutschland untersucht. Methoden Eine bundesweite Online-Umfrage (DGU-/BvDU-/GeSRU-Verteiler) von 10–12/2024 erhob Daten zu Demografie, Qualifikationen, Arbeitsumfeld, -belastung, -zufriedenheit und familiärer Situation unter urologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten. Ergebnisse Von den 999 Teilnehmenden (66% männlich, 34% weiblich, 0,1% divers) hatten 61% einen Doktortitel, 8% waren habilitiert (4% mit Professorentitel) und 19% gingen einer wissenschaftlichen Tätigkeit nach. Die Mehrheit (73%) war operativ tätig, 67% mit allgemeinurologischem und 36% mit konservativ-onkologischem Schwerpunkt. 74% arbeiteten in Vollzeit (≥40h/Woche), 54% sogar≥ 50h/Woche inklusive Überstunden und Bereitschaftsdiensten. Ambulant arbeiteten 53%, stationär 43% und 2% in Wissenschaft, Privatwirtschaft, Industrie oder einer Behörde. 50% lebten mit mind. einem Kind< 18 Jahren im Haushalt und 31% hatten Elternzeit genommen. Insgesamt beschrieben 80% eine hohe/sehr hohe Arbeitsbelastung und 54% gaben an, ihre tatsächliche Arbeitszeit reduzieren zu wollen. Dennoch waren 56% zufrieden/sehr zufrieden mit ihrer aktuellen beruflichen Situation. Schlussfolgerungen Die Befragung zeigt eine hohe Arbeitsbelastung, bei gleichzeitig großer Zufriedenheit mit dem urologischen Beruf. Der mehrheitliche Wunsch nach Reduktion der tatsächlichen Arbeitszeit zeigt jedoch den Handlungsbedarf für strukturelle Anpassungen auf, damit die Attraktivität der Urologie langfristig gesichert werden kann.
Descrizione del documento:Online veröffentlicht: 29. Juni 2026
Gesehen am 14.07.2026
Descrizione fisica:Online Resource
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-026-02879-4