Epistemische Berechtigung versus epistemische Rechtfertigung
Zusammenfassung: Interessante Konzeptionen von epistemischer Berechtigung unterscheiden sich von internalistischen sowie externalistischen Konzeptionen von Rechtfertigung durch die explizite oder implizite Zurückweisung des Wahrheitsindikationsprinzips. Ein Subjekt S kann auch dann berechtigt sein,...
Guardado en:
| Autor principal: | |
|---|---|
| Formato: | Chapter/Article |
| Lenguaje: | alemán |
| Publicado: |
09 March 2019
|
| In: |
Handbuch Erkenntnistheorie
Year: 2019, Pages: 198-205 |
| DOI: | 10.1007/978-3-476-04632-1_25 |
| Acceso en línea: | Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/978-3-476-04632-1_25 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-476-04632-1_25 |
| Notas de Autor: | Jochen Briesen |
| Sumario: | Zusammenfassung: Interessante Konzeptionen von epistemischer Berechtigung unterscheiden sich von internalistischen sowie externalistischen Konzeptionen von Rechtfertigung durch die explizite oder implizite Zurückweisung des Wahrheitsindikationsprinzips. Ein Subjekt S kann auch dann berechtigt sein, von p überzeugt zu sein bzw. auf p zu vertrauen, wenn keinerlei Faktoren vorliegen – egal ob internalistische oder externalistische – die für die Wahrheit von p sprechen. Nach Dretske kommt der Status der Berechtigung all jenen Überzeugungen zu, in Bezug auf die verantwortungsvolle epistemische Subjekte keine Wahl haben, ob sie die Überzeugung unterhalten wollen oder nicht. Wir sind demnach berechtigt, Überzeugungen zu unterhalten, die unmittelbar und in gewisser Hinsicht unwiderstehlich sind. Ein paradigmatisches Beispiel sind Wahrnehmungsüberzeugungen, wie die Überzeugung, dass vor mir ein rundes Objekt steht. Im Gegensatz dazu kommt nach Wright Berechtigung nur Voraussetzungen kognitiver Projekte zu (für die außerdem Bedingungen (ii) und (iii) gelten). Außerdem reserviert Wright den Status der Berechtigung aus terminologischen Gründen für Vertrauen. Nach Wright sind wir nicht berechtigt, von bestimmten Voraussetzungen überzeugt zu sein, sondern wir sind berechtigt, auf bestimmte Voraussetzungen zu vertrauen. Beiden Konzeptionen stellt sich das Problem, Berechtigung als genuin epistemische Auszeichnung zu etablieren. Allerdings finden sich im Rahmen von Wrights Theorie – im Gegensatz zur Theorie Dretskes – zumindest Ressourcen, auf dieses Problem zu reagieren. |
|---|---|
| Descripción Física: | Online Resource |
| ISBN: | 9783476046321 |
| DOI: | 10.1007/978-3-476-04632-1_25 |