Identifikation prädiktiver Biomarker für das Therapieansprechen auf die neoadjuvante Therapie beim lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom

Darmkrebs stellt einer der häufigsten Krebserkrankungen weltweit dar. Hierbei befällt der Tumor in 30% der Fälle das Rektum. Die aktuelle Standardtherapie ist die neoadjuvante Radiochemotherapie gefolgt von einer lokalen Exzision des Tumors. Hierbei zeigt sich in 10-25% der Fälle eine pathologis...

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Autore principale: Dieckmann, Tobias (Autore)
Natura: Book/Monograph Tesi
Lingua:tedesco
Pubblicazione: Heidelberg 28 Jul. 2026
DOI:10.11588/heidok.00038951
Soggetti:
Accesso online:Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-389512
Resolving-System, kostenfrei: https://doi.org/10.11588/heidok.00038951
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/38951
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, kostenfrei: https://d-nb.info/1414756542/34
Testo
Note sull'autore:vorgelegt von Tobias Dieckmann ; Referent: Prof. Dr. med. Matthias Ebert
Descrizione
Riassunto:Darmkrebs stellt einer der häufigsten Krebserkrankungen weltweit dar. Hierbei befällt der Tumor in 30% der Fälle das Rektum. Die aktuelle Standardtherapie ist die neoadjuvante Radiochemotherapie gefolgt von einer lokalen Exzision des Tumors. Hierbei zeigt sich in 10-25% der Fälle eine pathologische Komplettremission (pCR). Dies verbessert die Prognose und eine Operation ist nicht zwingend erforderlich. Eine valide Vorhersagemethode für das Vorliegen einer pCR könnte diesen Patient*innen eine Operation mitsamt den Nebeneffekten ersparen. Hierbei mangelt es nach aktueller Studienlage an validen Prädiktionsmarkern. Es erfolgte die Durchführung einer retrospektiven Datenerhebung von Patient*innen, die zwischen 2010 und 2020 an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) operiert wurden und eine neoadjuvante Radiochemotherapie erhielten. Hierbei erfolgte die Erhebung demographischer, histopathologischer, endoskopischer, radiologischer, laborchemischer und therapeutischer Daten. Es erfolgte die strukturierte Re-Analyse der MRT-Bildgebung nach einem modifizierten strukturiertem Befundungsformular. Hiernach erfolgte die statistische Analyse mittels univariater und multivariater Analysen sowie Ereigniszeitdatenanalysen. Es wurden insgesamt 261 Patient*innen identifiziert. Hierunter zeigten 36 Patient*innen eine pCR. Univariate Analysen zeigten eine signifikante Korrelation von Faktoren nach neoadjuvanter Therapie, wie das radiologisch bestimmte T-Stadium (yT), UICC-Stadium und der magnetresonanztomographisch bestimmte Tumorregressionsgrad (mrTRG) sowie das endoskopische bestimmte Therapieansprechen. Der mrTRG allein zeigte einen 5-fach-kreuzvalidierten receiveroperating-characteristic-area-under-the-curve (ROC-AUC)-Wert von 0,77. Das multivariate Vorhersagemodell zeigte einen 5-fach-kreuzvalidierten receiver-operating-characteristic-area-underthe-curve (ROC-AUC)-Wert von 0,73. Es zeigte sich bei Vorliegen einer pCR ein prognostischer Vorteil des progressionsfreien Überlebens (DFS), jedoch nicht des Gesamtüberlebens (OS). Es zeigte sich aufgrund des Studiendesigns eine hohe Inhomogenität der Datenvollständigkeit. Einzelne Faktoren nach neoadjuvanter Therapie zeigen eine Vorhersagewahrscheinlichkeit für das Auftreten einer pCR. Hierunter zeigten sich führend radiologische und endoskopische Messmethoden. Multivariate Modelle können, insbesondere unter Verwendung künstlicher Intelligenz-gesteuerter Methoden, in der Zukunft valide Vorhersagemodelle darstellen. Eine Zunahme des Auftretens einer pCR ist aufgrund neuer Therapieverfahren zu erwarten, welches die Vorhersagekraft weiter verbessert. Dies könnte in der Zukunft zu einer Zunahme organerhaltender Therapieverfahren führen.
Descrizione fisica:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00038951