Erfahrung aus ethischer Sicht: wissenschaftsphilosophischer Zugang

Die Erfahrung gilt in den empirischen Wissenschaften als zentraler Prüfstein für wissenschaftliche Aussagen und Theorien. In der Wissenschaftsphilosophie werden drei grundlegende Konzeptualisierungen der Rolle von Erfahrung diskutiert: Eine erste Position versteht Erfahrung primär als Verifikatio...

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Main Author: Primc, Nadia (Author)
Format: Chapter/Article
Language:German
Published: 10 January 2026
In: Handbuch Ethik und Psychologie
Year: 2026, Pages: 413-422
DOI:10.1007/978-3-658-48132-2_31
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/978-3-658-48132-2_31
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Author Notes:Nadia Primc
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Summary:Die Erfahrung gilt in den empirischen Wissenschaften als zentraler Prüfstein für wissenschaftliche Aussagen und Theorien. In der Wissenschaftsphilosophie werden drei grundlegende Konzeptualisierungen der Rolle von Erfahrung diskutiert: Eine erste Position versteht Erfahrung primär als Verifikationsinstanz, die wissenschaftliche Aussagen bestätigen kann - exemplarisch vertreten durch den Logischen Empirismus. Eine zweite Position sieht Erfahrung hingegen als Falsifikationsinstanz, die Theorien widerlegen kann - wie etwa in Poppers Falsifikationismus. Eine dritte Position kritisiert beide Ansätze grundsätzlich und argumentiert, dass das Verhältnis zwischen Theorie und Erfahrung komplexer ist - beispielsweise durch die Unterbestimmtheitsthese von Duhem und Quine. Aus diesen verschiedenen wissenschaftsphilosophischen Konzeptualisierungen lassen sich methodische Anforderungen für die empirische Forschung ableiten, die zur Sicherung der wissenschaftlichen Qualität beitragen.
Item Description:Gesehen am 17.09.2026
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783658481322
DOI:10.1007/978-3-658-48132-2_31