Obstipation im Kindesalter

Eine der häufigsten gastrointestinalen Erkrankungen im Kindesalter ist die chronische Obstipation, die in über 95% der Fälle funktionellen Ursprungs ist. Anders als im Erwachsenenalter bilden bei Kindern Defäkationsschmerz, Stuhlretention und zunehmende intestinale Stuhlbeladung den typischen pa...

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Main Authors: Jordan, Alexander (Author) , Adam, Rüdiger (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 15. Mai 2025
In: Coloproctology
Year: 2025, Volume: 47, Issue: 3, Pages: 174-180
ISSN:1615-6730
DOI:10.1007/s00053-025-00893-2
Online Access:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00053-025-00893-2
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://link.springer.com/article/10.1007/s00053-025-00893-2
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Author Notes:Alexander J. Jordan, Rüdiger Adam
Description
Summary:Eine der häufigsten gastrointestinalen Erkrankungen im Kindesalter ist die chronische Obstipation, die in über 95% der Fälle funktionellen Ursprungs ist. Anders als im Erwachsenenalter bilden bei Kindern Defäkationsschmerz, Stuhlretention und zunehmende intestinale Stuhlbeladung den typischen pathophysiologischen Circulus vitiosus. Wenn das obstipierte Kind erstmals vorgestellt wird, liegt der Fokus auf einer sorgfältigen Anamnese und dem körperlichen Untersuchungsbefund. Eine umfangreichere Diagnostik ist nur erforderlich, wenn der Verlauf trotz Behandlung refraktär ist oder Warnzeichen zu erkennen sind, die auf eine seltene, nichtfunktionelle Ursache der Obstipation hinweisen. Derzeit besteht die wirksamste Therapie darin, Eltern und Patienten aufzuklären, osmotische Abführmittel konsequent und zeitnah einzusetzen sowie altersgerechte verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie Toilettentraining zu implementieren. Eine unzureichende Therapieadhärenz und elterliche Bedenken hinsichtlich der langfristigen Anwendung von osmotischen Laxanzien sind die Hauptursachen für das Scheitern der Behandlung, so dass eine gute und geduldige ärztliche Begleitung der Familie notwendig ist. Wichtig ist die langfristige Gabe solcher Laxanzien weit über die Normalisierung des Stuhlgangs hinaus, um physiologische Defäkationsmuster ausreichend zu konditionieren.
Item Description:Gesehen am 22.09.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:1615-6730
DOI:10.1007/s00053-025-00893-2