Joseph Wulf: ein Historikerschicksal in Deutschland

Short description: Zum 100. Geburtstag am 22. Dezember legt Klaus Kempter die erste Biografie des Auschwitz-Überlebenden Joseph Wulf vor.

Saved in:
Bibliographic Details
Main Author: Kempter, Klaus (Author)
Format: Book/Monograph
Language:German
Published: Göttingen Vandenhoeck & Ruprecht 2014
Edition:2., durchgesehene Aufl.
Series:Schriften des Simon-Dubnow-Instituts Band 018
DOI:10.13109/9783666369650
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.13109/9783666369650
Get full text
Author Notes:Klaus Kempter
Description
Summary:Short description: Zum 100. Geburtstag am 22. Dezember legt Klaus Kempter die erste Biografie des Auschwitz-Überlebenden Joseph Wulf vor.
Main description: Der Auschwitz-Überlebende Joseph Wulf (1912–1974) war in den 1950er Jahren der erste, der in Deutschland Bücher zum Holocaust publizierte. Vor einigen Jahren entspann sich um ihn eine Kontroverse über die frühe bundesrepublikanische NS-Forschung. In ihrem Zentrum stand die Frage, ob die deutsche Zeitgeschichtsforschung nationalapologetisch war und die jüdische Geschichtserfahrung – die Perspektive der Opfer – systematisch ausklammerte. Klaus Kempter beleuchtet diese Frage anhand von Leben und Werk Joseph Wulfs neu. Er verdeutlicht: Das vorherrschende, durch seinen Suizid 1974 scheinbar bestätigte Bild Wulfs als tragische und gescheiterte Existenz ist zu korrigieren. Wulf war aufgrund seiner Herkunft und seines Lebenswegs ein Außenseiter, doch seine Publikationen trugen wesentlich zur Aufklärung über den Nationalsozialismus bei. Die Monografie erscheint zum 100. Geburtstag des Historikers am 22. Dezember.; Description for press or other media: Zum 100. Geburtstag am 22. Dezember erscheint die erste biografische und werkgeschichtliche Würdigung des Historikers und Auschwitz-Überlebenden Joseph Wulf.; Promotional text: Der Auschwitz-Überlebende Joseph Wulf (1912–1974) war in Deutschland der erste Historiker, der Bücher zum Holocaust publizierte. Um sein Leben und Werk kreiste vor wenigen Jahren eine Kontroverse, ob die bundesdeutsche Zeitgeschichtsforschung nationalapologetisch war und die jüdische Geschichtserfahrung – die Perspektive der Opfer – systematisch ausklammerte. Klaus Kempter beleuchtet diese Frage mit seiner biografischen Studie neu. Er zeichnet das Porträt eines Außenseiters, dessen Beitrag zur Aufklärung über die NS-Vergangenheit in seiner Tragweite erst in jüngerer Zeit wahrgenommen wird. Die Monografie erscheint zum 100. Geburtstag des Historikers am 22. Dezember.
Physical Description:Online Resource
DOI:10.13109/9783666369650