Wer interessiert sich für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie?: Eine multizentrische Analyse von Interessen- und Ausbildungsmerkmalen bei Medizinstudierenden in Deutschland = Who is interested in Psychosomatic Medicine and Psychotherapy? : A multicenter analysis of interest and training-related characteristics among medical students in Germany
Die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist in Deutschland ein eigenständiges medizinisches Fach mit biopsychosozialem Krankheitsverständnis und ausgeprägter psychotherapeutischer Kernkompetenz. Trotz ihrer klinischen Bedeutung ist bislang wenig darüber bekannt, welche Medizinstudierende...
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| Main Authors: | , , , , , , , , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2026
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| In: |
Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie
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| ISSN: | 1439-1058 |
| DOI: | 10.1055/a-2859-5924 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2859-5924 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2859-5924 |
| Author Notes: | Autorinnen/Autoren: Rebecca Erschens, Anne Herrmann-Werner, Mathis Burgdorf, Jonathan Schäfer, Katrin Schüttpelz-Brauns, Kevin Kunz, Tobias Böckers, Teresa Festl-Wietek, Stephan Zipfel, Carla Schröpel |
| Summary: | Die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist in Deutschland ein eigenständiges medizinisches Fach mit biopsychosozialem Krankheitsverständnis und ausgeprägter psychotherapeutischer Kernkompetenz. Trotz ihrer klinischen Bedeutung ist bislang wenig darüber bekannt, welche Medizinstudierenden sich für das Fach interessieren. Vor dem Hintergrund der Überalterung der im Fach tätigen Ärztinnen und Ärzte untersucht die Studie Zusammenhänge zwischen ausbildungsbezogenen und psychologischen Merkmalen sowie dem Interesse an einer Facharztweiterbildung in Psychosomatischer Medizin und Psychotherapie. - - In einer multizentrischen Querschnittsstudie wurden 3.833 Studieninteressierte und Medizinstudierende an fünf medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg befragt. Erhoben wurden Facharztinteressen, soziodemografische und ausbildungsbezogene Merkmale sowie standardisierte Instrumente zu studienbezogener Beanspruchung (MBI-SS), Selbstwirksamkeit, Gewissenhaftigkeit (BFI-K) und beruflichen Interessen (RIASEC). Die Analyse erfolgte mittels bivariater Tests und logistischer Regressionsmodelle. - - Die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wurde von 6,7% der Befragten als eines der bevorzugten Weiterbildungsfächer angegeben (Rang 12 von 16). Bivariate Analysen zeigten Zusammenhänge zwischen mehreren Variablen und dem Interesse an der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. In multivariaten Analysen waren Studierende mit Interesse an diesem Fach im Mittel älter (OR=1,11), zeigten stärkere soziale (OR=1,20) sowie künstlerisch-sprachliche Interessen (OR=1,22) und geringere praktisch-technische (OR=0,85) und intellektuell-forschende Interessen (OR=0,92). Zudem berichteten sie niedrigere Gewissenhaftigkeit (OR=0,95). Studierende im Praktischen Jahr zeigten seltener Interesse als Studierende der Vorklinik (OR=0,50). Für die Studieninteressierten zeigten sich kaum Zusammenhänge. - - Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Beschreibung einer bislang wenig untersuchten Subgruppe von Medizinstudierenden. Die identifizierten Merkmale weisen auf ein spezifisches Interessenprofil und ausgewählte ausbildungsbezogene Merkmale hin, die mit zentralen Anforderungen der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie vereinbar ist. Die Befunde unterstreichen die Bedeutung gezielter Maßnahmen zur Stärkung der Sichtbarkeit und Attraktivität des Fachs im Medizinstudium und liefern Anhaltspunkte für die curriculare Gestaltung sowie die Nachwuchsgewinnung. |
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| Item Description: | Artikel online veröffentlicht: 22. Juni 2026 Gesehen am 13.07.2026 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-1058 |
| DOI: | 10.1055/a-2859-5924 |